Parallelwelt

Wenn die Monster des Traumes nicht mehr schlafen gehen, wenn sie das Geheimnis des Tages verstehen und den so sehnlich erwünschten Schlüssel in der Hand halten, dann erwacht Armageddons Abbild:

Die haarfeine Linie zwischen Nacht und Tag zerplatzt in unzählige Farbsegmente, die virtuos das Bild der gebastelten Wirklichkeit in Stücke sprengen. Kalter Asphalt verbleibt als einziger Halt.

Immerhin: festes Fundament für etwas Neues.


Anm. z. Text:

Warum es so ist, werde ich nie verstehen. Träume verbleiben normalerweise der Nacht. Wacht man morgens auf, dann ist manchmal noch ein Gefühl da;, je nach dem, gut oder schlecht. Irgendwelche Fetzen oder vielleicht noch Szenen lassen sich für einen Moment in Erinnerung bringen. Keine zwei Minuten später sind dann sogar diese irgendwo im Orbit verschwunden.

Es gibt aber auch Träume, die sich nicht an das normale Prozedere halten. Sie gehen mit in den hellen Tag, bleiben als Sequenz und färben jedes Tun in ein anderes Licht. Mit dem Verstreichen der Zeit verblassen sie, doch verschwinden nie ganz.

Diese Träume ignorieren die Grenze der Realität. Liegt es vielleicht daran, dass sie selbst eine sind?


Anm. z. Bild: Photo by Geran de Klerk on Unsplash