Seeing isn’t believing; believing is seeing …

Na klasse, es nieselte immer noch! Skeptisch streckte ich meine Hand aus. Nun gut, meine Beziehung zu Wasser in größeren Mengen war fragwürdig, obwohl es mich als Krebs begeistern sollte. Aber das machte nichts, ich sollte ja nicht schwimmen. Zweifelnd betrachte ich die Wolken, jedenfalls hoffte ich das.

Herum wirbelnde Tropfen verteilten sich als Antwort auf mein fragendes Gesicht und ich blinzelte. Einen kleinen Moment schwankte mein Entschluss.

Ach was! Da wird das hiesige „wird schon“ entgegen gehalten! Schmuddelwetter, mehr nicht!

Immerhin! Der Himmel könnte mit der erwachsenen Form angeben und alles mit einem ordentlichen Regenguss durcheinanderbringen: richtig pladdern oder aus Kübeln schütten. Da schaut auch eine Schleswig-Holsteinerin nicht mehr ganz so vergnügt nach oben.

Also ist Selbstsuggestion das Gebot der Stunde: Es sind behagliche sechs Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit und ein bissl schräg liegendem Wind! Die Winterlaufklamotten fühlten sich erfreulich winddicht an und mein Lieblingssong stand auf Wiederholungsschleife. Geht doch!

Außerdem! November, Dezember, Januar und Februar waren Geschichte! Heute galt es zu zelebrieren, heute begann der erste Tag meiner ultimativen Lieblings-Jahreszeit …

WIR HABEN FRÜHLING!!!!!!!!!

PHOTO by Gio Bartlett on Unsplash

Es ist wohl der kleine, aber feine Unterschied zwischen relativ und absolut: Absolut gesehen, also in der Gesamtbetrachtung der Frühlingsvarianten auf dem Erdenball, tja, da müssten wir uns hier im Norden nochmals über die Definition und damit Bestimmung der Jahreszeit unterhalten.

Aber relativ gesehen, also, was die Möglichkeiten der hiesigen Ausdrucksspannbreite anging, da gilt es eindeutig darum, sich zu orientieren. Das Kleine und Feine ginge sonst völlig unter!

Und ganz ehrlich, das wäre echt unfair! Da gibt sich eine Sachlage Mühe, das Äußerste heraus zu holen und keiner schaut hin …


Anm. z. Titel: Judy in: The Santa Clause